Repair-Café in Bad Harzburg öffnet ab 5. März
An mehreren Reparaturplätzen werden zukünftig Ehrenamtliche im Mehrgenerationenhaus (MGH) in Bad Harzburg Reparaturen von Alltagsgegenständen übernehmen. Mit großer Unterstützung von Kommune, Landkreis und zahlreichen Institutionen konnte dieses Projekt erfolgreich starten.
Am 5. Februar gaben Initiatoren, Organisatoren, Kooperationspartner sowie Bad Harzburgs Bürgermeister Ralf Abrahms und Landrat Dr. Alexander Saipa den Startschuss für das Reparatur-Café. „Mit diesem Projekt wollen wir Menschen zusammenbringen, Wissen weitergeben und Ressourcen schonen“, betont Projektleiterin und Koordinatorin des Mehrgenerationenhauses, Kerstin Eilers-Kamarys. Dem schloss sich Berit Nachtweyh aus dem Kirchenvorstand der Luthergemeinde und der AG Nachhaltigkeit an. Landrat Dr. Alexander Saipa unterstreicht die Bedeutung solcher Initiativen: „Auch mit Blick auf die Abfallwirtschaft ist es wünschenswert, wenn Geräte repariert werden, statt auf dem Müll zu landen.“
Bürgermeister Ralf Abrahms freute sich über die Erweiterung des ohnehin schon vielseitigen Angebots im Mehrgenerationenhaus seiner Stadt und wünschte gutes Gelingen. Als Projektleiter der „Kreislaufwirtschaft Landkreis Goslar“ berichtete abschließend Dr. Daniel Tomowski von der WiReGo von den Unterstützungsmöglichkeiten und Zielen der gemeinsam mit REWIMET ins Leben gerufenen und vom Bund geförderten Initiative zur Förderung der Kreislaufwirtschaft. Diese unterstütze auch bei der Gründung des Repair-Cafés und ist Anlaufstelle für weitere Projekte dieser Art im Landkreis.
Nach den offiziellen Grußworten ging es für die Ehrenamtlichen erstmals an die Arbeit. In einem Raum des MGH wurden mobile Reparaturplätze eingerichtet. Über ein Förderprogramm des Landes Niedersachsen konnten Werkzeuge im Wert von 3500 Euro angeschafft werden. Eine Stichsäge, ein Stiefeltrockner und ein Videorekorder wurden von den engagierten Ehrenamtlichen auseinander-genommen und begutachtet. „Manchmal ist es nur ein abgenutztes Zahnrad, was wir tauschen, und schon läuft das Gerät wieder“, berichtet der ehrenamtliche Koordinator des Cafés, Thorsten Ritzka. Er hat die Idee federführend umgesetzt und koordiniert auch den Einsatz der mittlerweile über 12 ehrenamtlichen Reparateure.
Ab 5. März werden zunächst jeden ersten Donnerstag im Monat Reparaturen angeboten. Wer etwas zu reparieren hat, meldet sich möglichst frühzeitig bei per Telefon oder E-Mail bei Kerstin Eilers-Kamarys (Mobil 0171/8 68 32 16, E-Mail k.eilers-kamarys@diakonie-braunschweig.de). Sie sammelt die Anfragen und gibt die Informationen zu den Geräten und vermutete Schäden an das Reparaturteam weiter. Ab 17 Uhr trifft man sich dann gemeinsam im MGH. Während die Reparateure sich auf die Fehlersuche machen, kommen die Hilfesuchenden bei Kaffee und Keksen ins Gespräch. „Wir wollen mit unseren Angeboten das Miteinander stärken“, betont die Koordinatorin. „Das Repair-Café zählt nun auch dazu.“ Der Fokus des Angebots liegt auf Elektrokleingeräte. Die Reparaturen sind kostenfrei und werden im Rahmen der Nachbarschaftshilfe durchgeführt. Es wird zudem bei der Auswahl der zu reparierende Gegenstände bewusst darauf geachtet, dass kein Wettbewerb zu bestehenden Reparaturanbietern und Handwerksbetrieben aufgebaut wird.
Das Repair-Café ist eine Initiative des MGH Bad Harzburg, der Luthergemeinde und des Arbeitskreis Nachhaltigkeit. Das Projekt „Kreislaufwirtschaft Landkreis Goslar“ unterstützt organisatorisch und im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Ziel der Kreislaufwirtschaft ist es, Initiativen anzuschieben, die zu einem längeren Produktlebenszyklus und somit zur Schonung der Ressourcen beitragen.